Ehrlich gerechnet

Die Risiken — und wie wir sie minimieren.


Eine vermietete Immobilie ist ein Investment — und jedes Investment hat Risiken. Die meisten Anbieter verstecken sie im Kleingedruckten. Bei mir bekommen sie eine eigene Seite: Hier sind die vier Risiken, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden — ohne Beschönigung, jeweils mit dem, was wir konkret dagegen tun. Und vor dem Kauf stehen sie in Ihrer persönlichen Rechnung.

01

Leerstand — die Wohnung steht leer, die Rate läuft weiter

Das Risiko

Zwischen zwei Mietverhältnissen — oder in Lagen mit schwacher Nachfrage auch länger — steht die Wohnung leer. Kreditrate und Hausgeld laufen trotzdem weiter, und Sie tragen die vollen Kosten allein.

Genau hier scheitern viele „Hochrendite-Angebote": Auf dem Papier stimmt die Rendite, aber am Standort fehlen die Mieter.

So minimieren wir es
  • Lage vor Rendite: Ich prüfe jeden Standort auf nachweisbare Mietnachfrage — bevor ich Ihnen ein Objekt überhaupt zeige. Eine hohe Papier-Rendite in einer Region ohne Mieter ist keine Empfehlung wert.
  • Vermietungsstand vor dem Kauf geklärt: Sie wissen vor der Entscheidung, ob und an wen vermietet ist — inklusive Blick in den Mietvertrag.
  • Professionelle Verwaltung: Bei einem Mieterwechsel kümmert sich die Verwaltung um die zügige Neuvermietung — Sie müssen nicht selbst inserieren und besichtigen.
  • Der Puffer in Ihrer Rechnung: Wir rechnen Ihren Fall auch mit Leerstandsmonaten durch. Sie sehen vor dem Kauf, ob Sie das tragen können.
02

Mietausfall — der Mieter zahlt nicht

Das Risiko

Auch in guter Lage kann ein Mieter in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Bis die Situation geklärt ist, können Monate vergehen — Monate, in denen die Miete ausbleibt, Ihre Kosten aber nicht.

So minimieren wir es
  • Sorgfältige Mieterauswahl: Bei Neuvermietungen prüft die Verwaltung Bonität und Unterlagen — die beste Absicherung ist ein solventer Mieter.
  • Kaution als erste Sicherheit: Die Mietkaution (§ 551 BGB, bis zu drei Nettokaltmieten) kann am Ende gegen Rückstände verrechnet werden.
  • Früh erkennen statt spät reagieren: Die Verwaltung bemerkt Zahlungsverzug sofort und mahnt konsequent — nicht erst, wenn drei Monate offen sind.
  • Der Puffer in Ihrer Rechnung: Auch der Mietausfall ist in der konservativen Kalkulation berücksichtigt — nicht als Überraschung, sondern als eingeplanter Fall.
03

Zinsänderung — die Anschlussfinanzierung wird teurer

Das Risiko

Ihre Zinsbindung läuft irgendwann aus. Liegt der Marktzins dann höher, steigt die Rate der Anschlussfinanzierung — bei knapper Kalkulation kann das die monatliche Rechnung kippen.

So minimieren wir es
  • Lange Zinsbindung: In der Regel 10 bis 15 Jahre — Ihre Kosten sind über einen langen Zeitraum planbar, nicht dem Markt ausgeliefert.
  • Tilgung von Anfang an: Jeden Monat sinkt Ihre Restschuld. Ein höherer Anschlusszins trifft nach 10–15 Jahren eine deutlich kleinere Summe.
  • Zins-Puffer in der Kalkulation: Ihre Rechnung geht nicht vom besten Fall aus — was ein höherer Anschlusszins bedeuten würde, besprechen wir vor dem Kauf, nicht danach.
  • Anschlussfinanzierung von Anfang an mitgedacht: Schon vor dem Kauf gehen wir durch, welche Optionen Sie nach Ablauf der Zinsbindung haben — und rechnen mehrere Varianten durch. So haben Sie nach zehn oder fünfzehn Jahren keinen Überraschungsmoment, sondern einen Plan.
04

Instandhaltung — das Dach, die Heizung, die Sonderumlage

Das Risiko

Gebäude altern. Reparaturen kommen — die Frage ist nicht ob, sondern wann. Bei Eigentumswohnungen kann die Eigentümergemeinschaft zusätzlich Sonderumlagen beschließen, wenn die Rücklage für eine größere Maßnahme nicht reicht.

So minimieren wir es
  • Substanz vor dem Kauf geprüft: Gebäudezustand, Sanierungsstand und Rücklagen-Situation gehören zur Vorprüfung jedes Objekts. Bei vielen unserer Objekte wurde im Zuge der Aufteilung saniert und die Energieeffizienz verbessert — die großen Gewerke sind dann erst einmal erledigt, ähnlich wie bei einem Neubau.
  • Rücklage für die großen Gewerke: Die Eigentümergemeinschaft bildet eine gemeinsame Erhaltungsrücklage für das Gebäude — z. B. für Dach, Fassade, Fenster, Balkone oder Heizung. Ihr monatlicher Anteil daran ist in Ihrer Kalkulation von Anfang an berücksichtigt.
  • Absehbares wird eingepreist: Ist erkennbar, dass die Wohnung nach einem späteren Mieterauszug renoviert werden muss, sprechen wir das offen an, planen es ein — und berücksichtigen es beim Kaufpreis. Keine bösen Überraschungen.
  • Steuerlich relevant: Instandhaltungskosten sind bei Vermietung in der Regel als Werbungskosten absetzbar — Details klären Sie mit Ihrem Steuerberater.
Einordnung

Der Mietmarkt in Zahlen


Risiken bewertet man nicht mit Bauchgefühl, sondern mit Daten. Vier Zahlen, die zeigen, warum Wohnraum knapp bleibt — und Leerstand in nachgefragten Lagen die Ausnahme ist:

1,2%

marktaktiver Leerstand in deutschen Großstädten Ende 2024 — bundesweit 2,2 %. Die Quote sinkt im achten Jahr in Folge.

Quelle: CBRE-empirica-Leerstandsindex, 2025
74%

des tatsächlichen Wohnungsbedarfs wurden 2021–2025 gebaut: benötigt wurden im Schnitt 372.600 Wohnungen pro Jahr — zusammen rund 1,86 Mio., fertiggestellt nur rund 1,38 Mio. Die aufgelaufene Neubaulücke wächst laut Prognose bis 2027 auf bis zu 830.000 Wohnungen.

Quelle: ZIA-Frühjahrsgutachten 2026; Bedarfsrechnung IW Köln
206.600

Wohnungen wurden 2025 in Deutschland fertiggestellt — 18 % weniger als im Vorjahr, das zweite deutliche Minus in Folge. Es wird weniger gebaut, als gebraucht wird.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Mai 2026
2025

sind die Immobilienpreise in Deutschland wieder gestiegen — nach der Korrekturphase der Vorjahre, mit großen regionalen Unterschieden.

Quelle: Postbank Wohnatlas, 2026

Wichtig: Statistiken beschreiben den Markt, nicht Ihr Objekt. Ob eine konkrete Wohnung funktioniert, entscheidet die Prüfung im Einzelfall — Lage, Substanz, Mietsituation, Zahlen. Und vergangene Entwicklungen sind keine Garantie für die Zukunft.

Vollständig ehrlich

Was sonst noch dazugehört


Vier weitere Punkte, die in jedem Beratungsgespräch auf den Tisch kommen — auch wenn sie unbequem sind.

Wertentwicklung

Immobilienwerte können steigen — aber auch stagnieren oder fallen. Deshalb ist die Lage das erste Kriterium, nicht der Preis — und Ihre Kalkulation rechnet konservativ, statt auf Wertsteigerungs-Hoffnung zu bauen. Kapitalanlage-Immobilien sind ein langfristiges Investment.

Liquidität

Eine Immobilie ist nicht von heute auf morgen verkäuflich. Investieren sollte nur, wessen Gesamtsituation stabil ist — genau das prüfen wir in der Bedarfsanalyse. Wenn es nicht passt, sage ich es Ihnen. Auch das ist ein Ergebnis.

Mieterrechte & Eigenbedarf

Das deutsche Mietrecht (§§ 573 ff. BGB) schützt Mieter — das sorgt für stabile Mietverhältnisse, begrenzt aber Ihren kurzfristigen Handlungsspielraum. Wer eine Wohnung für die baldige Selbstnutzung sucht, ist mit einer vermieteten Kapitalanlage falsch beraten — auch das sage ich Ihnen im Erstgespräch.

Steuerrecht

Steuerliche Effekte beruhen auf der aktuellen Gesetzeslage — und die kann sich ändern. Deshalb rechnen wir konservativ und behandeln Steuervorteile als Rückenwind, nicht als Fundament. Wir erbringen keine Steuerberatung; steuerliche Fragen klären Sie mit Ihrem Steuerberater — gern arbeiten wir dabei zusammen.

„Das hat mir endgültig die Sicherheit gegeben, dass die Zahlen solide und nicht ‚schön gerechnet' sind. […] Ohne Flo hätte ich mich wahrscheinlich nicht getraut, diesen Schritt zu gehen."

— J., Kauf der ersten Anlageimmobilie (ProvenExpert, August 2025)

Ganz ehrlich: Auf null bekommen wir kein Risiko.

Risiken lassen sich reduzieren, abfedern und einplanen — aber nicht abschalten. Wer Ihnen eine Immobilie „ohne Risiko" verspricht, ist nicht ehrlich mit Ihnen.

Deshalb gilt bei mir: Sie sehen zuerst den vorsichtigen Fall. Und wenn Ihre Situation die Risiken nicht trägt, lautet die ehrliche Empfehlung: nicht kaufen. Das ist der Unterschied zwischen Beratung und Verkauf.

Diese Seite beschreibt typische Risiken einer vermieteten Eigentumswohnung und unsere Arbeitsweise — sie ist kein vollständiger Risikokatalog und ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Risiken für Sie relevant sind, hängt vom konkreten Objekt und Ihrer Situation ab. Stand: Juli 2026.

Der erste Schritt

Sprechen wir über Ihren Fall — inklusive der Risiken.

30 Minuten, kostenlos, ergebnisoffen. Wir besprechen nicht nur, was gut laufen kann — sondern auch, was schiefgehen kann und wie wir es abfedern.

Kein Verkaufsgespräch. Wenn es nicht passt, sage ich es Ihnen — das ist das Versprechen.